Die 4. Woche des Jahres 2026 liegt nun hinter uns und sie war geprägt vom politischen Geschehen beim Weltwirtschaftsgipfel in Davos.
An den Finanzmärkten vollziehen sich interessante, wenngleich zum Teil beunruhigende Entwicklungen.
Die Ankündigung von 25% Stafzöllen seitens Präsident Trump gegenüber den europäischen Staaten im Zuge seiner Forderung nach Grönland sorgte zu Wochenbeginn für Kursrückgänge. Wie schon oft zuvor hat sich dann im Laufe der Woche das Bild gewandelt und Trump ruderte auf dem WEF in Davos zurück und Kursgewinne an allen Aktienmärkten waren die Folge.
Der Dow Jones bewegt sich weiterhin im Bereich seines Aufwärtsbandes stabil aufwärts. Im Laufe der nächsten Tage könnte er die Marke von 50.000 überwinden, wenn das so weitergeht.

Chart Dow Jones, 1 Kerze = 1 Tag, Trendkanal begrenzt in grün und rot
Der Nasdaq100 formt charttechnisch betrachtet ein Aufwärtsdreieck und diese werden klassisch eigentlich immer nach oben durchbrochen, so dass auch bei diesem Index ein Vorstoß in Richtung seines vormaligen Allzeithochs im Bereich 26.000 greifbar wird.

Chart Nasdaq 100, 1 Kerze = 1 Tag, Aufwärtsdreieck skizziert in blau
Der DAX hatte gleich zu Jahresbeginn 2026 seine lange erhaltene Seitswärtszone nach oben durchbrochen und war im Zuge der angekündigte Strafzölle kurzzeitig wieder dorthinein zurückgefallen. Nach der Rücknahme der Zollankündigung hat er die Schwelle aber nun wieder nach oben durchbrochen und könnte in einen Aufwärtstrend gehen.

Chart DAX40, 1 Kerze = 1 Tag, Seitwärtskanal begrenzt in grün und rot
Das Währungspaar Euro / US-Dollar steht kurz davor, die lange anhaltende Seitwärtsphase mit der Begrenzung bei etwa 1.18 nach oben zu durchbrechen. Möglicherweise stehen wir vor einer massiven Aufwertung des Euro gegenüber dem US-Dollar. Die Dynamik der letzten Tage lässt das vermuten. Bei allen Investments als Europäer im Dollar-Raum muss man das berücksichtigen, um nicht die vermeintlich starke Rendite der US-Indizes durch die Abwertung der dahinter liegenden Währung zu verspielen. Investments in deutsche und europäische Märkte könnten mittelfristig eher zielführend sein.

Chart EURO / US-Dollar, 1 Kerze = 1 Tag, Seitwärtskanal begrenzt in grün und rot
Einen unglaublichen Trend, der Anlass zur Beunruhigung geben sollte, nehmen die Edelmetalle. Die Feinunze Gold steht kurz vor der Marke von 5000 US-Dollar. Die Feinunze Silber hat nunmehr den Preis von 100 US-Dollar überschritten. Die Begründung dafür ist nicht nur die Spekulation der Kleinanleger sondern die stark ansteigende Nachfrage verschiedener Zentralbanken, die den Preisdruck erhöht. Das Zutrauen in die Weltreservewährung US-Dollar scheint deutlich abzunehmen. Anders sind diese Preistrends der Edelmetalle kaum zu erklären.

Chart Silber in US$ pro Feinunze, 1 Kerze = 1 Tag, gleitende Durchschnitte 50 Tage, 200 Tage (gewichtet), 200 Tage (linear)
Der Preistrend für Rohöl hat nunmehr deutlich seinen Abwärtstrend beendet und scheint einen Aufwärtstrend zu beginnen. Ob das wirklich konjunkturell getrieben ist oder nur ein Ausgleich für den sich abschwächenden US-Dollar ist, sei dahingestellt. Ich denke, beides spielt eine Rolle und Rohöl könnte in den kommenden Monaten ein gutes Investment sein, wobei man als Euro-Investor immer die mögliche Abschwächung des US-Dollars berücksichtigen muss.

Chart Rohöl Brent in US$ pro Barrel, 1 Kerze = 1 Tag, gleitende Durchschnitte 50 Tage (exponentiell), 200 Tage (gewichtet), 200 Tage (linear)
Die Aktienmärkte diesseits und jenseits des Atlantik befinden wieder / fast wieder in einem Aufwärtstrend, nach den Zoll-Unsicherheiten vom vergangenen Wochenende.
Ich gehe kurzfristig von einer positiven Entwicklung des Marktes aus. Mit meinem Wikifolio „Fond-Werte Trend Trading“ bin ich derzeit zu 20% in Rohöl (Brent) und zu 20% in den Nasdaq100 investiert. Die 60% Cash-Quote waren zunächst aus Gründen des Money-Management notwendig.
Die Entwicklung der Edelmetallpreise gibt Anlass zur Beunruhigung und sollte nicht aus den Augen verloren werden!
© Fond-Werte Trend Trading