Die vorige Börsenwoche 15.12.25 bis 19.12.25 war am Ende geprägt vom „großen Verfallstag“ am Freitag, dem sogenannten Hexensabbat.
Während es von Montag bis Mittwoch an den Aktienmärkten erwartungsgemäß zunächst bergab ging, mussten offenbar am Donnerstag und dann am Freitag etliche Short-Positionen glatt gestellt werden, was zu hohen Umsätzen und starken Kursanstiegen geführt hat.
Bei dem Nasdaq-100-Chart sieht man schön das (selbst für einen Hexensabbat) ungewöhnlich große Handelsvolumen. Für den kurzfristigen Abwärtstrend mag das eine Verschnaufpause sein. Eine Trendumkehr erwarte ich basierend darauf jedoch nicht – ich denke, wir werden schwächere Kurse in der kommenden Woche sehen.

Der MDAX ist zum Ende der Woche nun endgültig an der oberen Kanalbegrenzung seines mittelfristigen Seitwärts-Abwärts-Bandes angekommen, so dass auch hier eine Kursumkehr sehr wahrscheinlich ist.

In diesem Augenblick halte ich die Märkte für überkauft und die Wahrscheinlichkeit von Abwärtsbewegungen ist größer als eine Kursumkehr zurück zu einem stabilen Aufwärtstrend. Wir werden wohl bis zum Jahresende weiter fallende Kurse sehen.
Diese Argumentation wird auch gestützt vom Trend bei den Edelmetallen. Während schon Gold im Bereich seines Allzeithochs unterwegs ist, haben sich in den letzten Monaten auch Platin und Silber massiv entwickelt. Beide Edelmetalle haben sich seit April im Preis pro Feinunze praktisch verdoppelt, also um 100% zugelegt, während Gold „nur“ um 30% gestiegen ist. Anscheinend ist bei der Flucht in sichere Häfen selbst Gold mittlerweile als Spekulationsobjekt vielen Anlegern zu teuer, um noch als sicher zu gelten.

Am Zinsmarkt zeigt sich ein sehr diverses Bild zwischen dem US-Dollar-Raum der FED und dem Euro-Raum der EZB.
Während die Märkte weiter von sinkenden Zinsen im Dollar ausgehen, wie in den vorherigen Kommentaren bereits mehrfach dargestellt, steigen im Euro-Raum die Renditen inzwischen wieder, und zwar auf allen Zeitskalen: sowohl die 1-jährigen als auch die 2-, 10- und 30-jährigen Renditen steigen seit Mai kontinuierlich an.

Diese gegensätzliche Entwicklung könnte im kommenden Jahr das Gewicht zwischen EUR und USD durchaus verschieben und den Euro erheblich stärken. Im Moment ist das Währungspaar EUR/USD noch relativ stabil im Bereich 1,17, aber das könnte sich ändern, wenn dieser Zinstrend so weitergehen sollte.
Mit meinem Wikifolio „Fond-Werte Trend Trading“ bin ich im Moment 100% im Cash, in der Erwartung weiterhin nachlassender Kurse am Aktienmarkt. Ich denke, in diesem Augenblick gilt „Cash is king“.
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